Aus Feldstein, Sandstein und Holz Bad Lauchstädt Teil 25

Beschreibung

Die Stadtpfarrkirche in Bad Lauchstädt wurde 1684 auf Teile eines spätgotischen Vorgängers von 1499 (Turm und Sakristei) gebaut.

Der achteckige Turm hatte eine Schieferhaube. Über den alten Osteingang von 1738 in die Patronatsloge, sind über dieser Tür die Wappen von Herzog Christian und Herzog Heinrich eingemeißelt. Im Inneren des Kirchenschiffs sehen wir eine Flachdecke, eine Hufeisenempore und die von Familie Chatal/Merseburg 1829 erbaute klassizistische Orgel. Sie ist in heutiger Zeit nicht mehr bespielbar. Der vor dem Altarraum stehende Taufstein in Form eines knienden Engels wurde von Herzog Christian gestiftet. Der Schöpfer der Figur ist nicht bekannt.

Der Blickfang in dieser Kirche ist der von Heinrich Schau 1686 geschaffene Altaraufsatz. Das Schnitzwerk ist eine Arbeit des mitteldeutschen Frühbarock: Zwei übereinander gestellte Wolkenovale, gekrönt von Gott als Mensch. Die Taube in der Dornenkrone, Zeichen für den Heiligen Geist. Zwei Sakramentengel mit Patene und Kelch. Putten, kleine Engel mit dem Herzoghut – und ein Rätsel monogramm mit Zeichen für den Namen Jesu. Sehr wertvoll ist eine 500 Jahre alte Christusfigur, links in der Nähe der Kanzel. An der inneren Westseite des Kirchenschiffes sind sehr alte Grabsteine aufgestellt (1405,1528, 1585, 1588 u.u.).

Quellen:

Burkhardt, J., Küstermann, O., Otte, H., Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. Bd. 8: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Merseburg, Halle a. d. Saale 1883

Dehio, G., Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler - Der Bezirk Halle, 2. Aufl. Berlin 1978

Filmlänge: 9 min

Sendedatum: 6/1/2012

Ein Film von: Elli Zabczyk